14 November 2015

#PrayForTheWorld


Als ich gestern von ca. 10 Uhr bis fast 2 Uhr nachts die Nachrichten verfolgte, wusste ich nicht, was ich denken soll. Ausnahmezustand in der Stadt der Liebe. Gefühlt gab es an jeder Stelle Explosionen, Schießereien und auch eine Geiselnahme. Den ganzen Abend habe ich damit verbracht, nach Nachrichten zu gucken, ich war ständig entweder vorm Laptop oder Fernseher. Das alles, was an dem Abend passiert ist, kam mir so verdammt irreal, so unecht vor. Ich konnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren nicht vorher schlafen zu gehen, bis ich wusste, was mit den Geiseln passiert ist und bis die Situation sich einiger Maßen beruhigt hat. Erst danach ging es mir ein wenig besser. Doch der Schock bleibt. Auch heute, ein Tag danach, fühlt sich alles unecht an. Wie in einem falschen Film. 

Man merkt förmlich, wie die Menschen in Europa Angst haben. Verständlich. Denn es kann jeder Zeit in einer anderen Stadt passieren. Schnell. Ohne Vorwarnung. Was man jetzt lernen muss, ist, mit dieser Angst leben zu können. Denn den Triumph, dass wir unser freies Leben, unsere freien Entscheidungen aus Angst aufgeben, dürfen wir den Terroristen nicht geben. Wichtig ist es meiner Meinung nach auch, nicht schwarz weiß zu denken. Ich habe im Internet leider oft lesen müssen, dass Menschen verallgemeinern. Dass Menschen sagen, dass alle Moslems bösartig sind. Diese Aussagen sind so dämlich, dass sie es eigentlich gar nicht wert sind, überhaupt erwähnt zu werden. Terrorismus hat mit keiner Religion zu tun. Nur lediglich mit Hass. 

Ich wünsche mir, dass unser Europa wieder sicher wird. Diese Monster dürfen ihr Ziel, nämlich unsere Gesellschaft zu verunsichern und sie auseinander zu führen, nicht erreichen. Auf gar keinen Fall. Auch dürfen wir unsere westlichen Werte, für die teilweise so lange gekämpft wurde, nicht aufgeben. Ansonsten ist heute einfach nur ein Tag, an dem man an die Verstorbenen gedenken muss. Sie dürfen nicht umsonst gestorben sein. Ich habe heute oft das Lied "Imagine" von John Lennon gehört. Der Text ist unendlich schön und berührend und passt perfekt zu der Situation. Was für ein Glück es wäre, wenn sein Traum eines Tages Wirklichkeit werden würde. 

"Imagine there's no countries
It isn't hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion too
Imagine all the people
Living life in peace..." 
John Lennon
 
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